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6. Juli 2013

Vorbilder auf hohem Niveau

Stadt ehrt Edeltraud Stolze, Johann Paulus und Modehaus Hafner mit Ausbildungspreis

Um die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen, setzen viele Betriebe ganz unterschiedlicher Größen auf die eigene Ausbildung. 86 Prozent der Azubis werden in kleinen und mittelständischen Betrieben ausgebildet. Besonders engagierte Unternehmen haben die Freunde der Stadt Straubing und die Stadt selbst am Donnerstagabend zum dritten Mal mit dem Ausbildungspreis ausgezeichnet. Zur Preisverleihung war auch Arbeits- und Familienministerin Christine Haderthauer gekommen, die Aus- und Weiterbildungen familienfreundlicher gestalten möchte.

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Für musikalische Auflockerung sorgten Norbert Ziegler und Möpl Jungmayer, denen Politiker, Geehrte und Gäste aufmerksam lauschten.

Oberbürgermeister Markus Pannermayr war hocherfreut, einen besonderen Ehrengast bei der dritten Vergabe des Ausbildungspreises zu begrüßen: Ministerin Christine Haderthauer. Zusammen mit Herbert Wittl vom Verein der Freunde der Stadt Straubing und dem OB überreichte sie an Haar Couture Edeltraud Stolze, JP Industrieanlagen und die Ludwig Hafner GmbH die begehrte Auszeichnung.

 

Zuvor betonte Christine Haderthauer in ihrer Festrede, dass Bayern der Marktführer, „europa-, wenn nicht weltweit", sei, was Ausbildungschancen für Jugendliche betrifft. Die Kultur des Ausbildens müsse in vielen anderen Ländern erst gelernt werden, daher sei es auch schwer Migrantenfamilien zu vermitteln, warum es für ihre Kinder besser ist, eine Ausbildung zu absolvieren, „statt im Discounter Regale einzuräumen".

 

Globaler Kampf um Fachkräfte

 

86 Prozent der Azubis werden in kleinen und mittelständischen Betrieben ausgebildet, „die machen die Arbeit", erklärte die Ministerin und sagte, dass dabei die persönliche Bindung, die zum Ausbilder entstehe, das Erfolgsrezept der Ausbildung sei.

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Festrednerin Arbeits- und Familienministerin Christine Haderthauer sprach sich für flexiblere Aus- und Weiterbildungen aus.

Dennoch sieht Christine Haderthauer noch Handlungsbedarf. Die Zeiten, in denen „Azubis in Massen da waren", sind vorbei. Unternehmer müssten dieser Tage global um Fachkräfte kämpfen. Daher sollten sie etwas dafür tun, dass sich die Arbeitskräfte wohlfühlen, was für die Ministerin vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeutet. Sie werde sich künftig schwerpunktmäßig dafür einsetzen, dass Aus- und Weiterbildungen flexibler gestaltet werden, damit Frauen ihren Wunsch vom Kind nicht erst, „wenn sie eine unbefristete Stelle haben und das Häuschen gebaut ist", verwirklichen können.

 

„Wer ausbildet, setzt auf die Zukunft", brachte es die Ministerin auf den Punkt, der beste Weg, dies bekanntzumachen, sei, Vorbilder wie die ausgezeichneten Unternehmer öffentlich zu ehren.

 

In drei Kategorien verliehen

 

In der Bewertung der Jury heißt es, Edeltraud Stolze und ihr Bruder Franz Reicheneder bieten derzeit acht Auszubildenden bei insgesamt 19 Beschäftigten mit innerbetrieblichen Schulungen und Seminaren in Fachakademien eine professionelle Ausbildung. Sie werden ab August wieder vier Ausbildungsplätze anbieten.

 

Johann Paulus hat sein Unternehmen 1998 gegründet. Mittlerweile arbeiten 40 Mitarbeiter in den Bereichen Maschinenbau und Teilfertigung. Paulus bildet Zerspannungsmechaniker, Industriemechaniker und technische Produktdesigner aus.

Auch die Ludwig Hafner GmbH wurde ausgezeichnet. Das „über die Grenzen Niederbayerns hinaus bekannte Modehaus", wie es in der Zusammenfassung der Jury heißt, wurde 1938 mit 13 Mitarbeitern gegründet. Mittlerweile sind es über 100, davon 10 Auszubildende.

 

In drei Kategorien können sich Unternehmen für den Straubinger Ausbildungspreis bewerben. Diese richten sich nach der Zahl der Mitarbeiter. Im nächsten Jahr werde es aber eventuell andere Kriterien geben, da „manche Branchen einfach nicht vergleichbar sind", wie Herbert Wittl, Mitglied der Jury, erklärte.

 

Er stellte die Kategorien vor, die in die Bewertung eingeflossen sind, wie Ausbildungsquote, Ausbildung in neuen oder seltenen Berufen und das überdurchschnittliche Engagement bei der Ausbildung und die Ausbildung von auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Personen. Wittl lobte das hohe Niveau der Wettbewerbsbeiträge, die Wahl sei „nicht ganz einfach" gewesen. Abschließend ermunterte er die Firmen, genauso weiterzumachen, damit die Stadt positiv in die Zukunft schauen kann. - rus -